“Das Militär lässt junge Kerle zu echten Männern reifen” – dieser Ausspruch hat offenbar einen wahren Kern, zumindest wenn man “Männlichkeit” auf der Basis traditioneller Rollenerwartungen definiert. Denn laut einer Studie unter Beteiligung von Wissenschaftlern der Universität Tübingen beeinflusst der Wehrdienst in substanzieller Weise, wie verträglich sie im Umgang mit anderen Personen sind.

Jgb 25Charakterliche Veränderungen nachzuvollziehen, ist äußerst kompliziert. Zum einen, weil entsprechende Studien über einen längeren Zeitraum angelegt sein müssen, und zum anderen, weil es vielfältige Gründe für Veränderungen in der Persönlichkeit geben kann. “Deshalb haben wir eine Methode angewandt, die diese Faktoren so gut wie möglich erfasst”, erklärt Ulrich Trautwein, Psychologe an der Universität Tübingen, der die Studie gemeinsam mit Josh Jackson von der Washington University sowie Felix Thoemmes, Kathrin Jonkmann und Oliver Lüdtke von der Universität Tübingen veröffentlichte. “Das Ziel war es, die Gruppe der Studienteilnehmer so homogen wie möglich zu machen, um dann nachvollziehen zu können, ob die Persönlichkeit eines Menschen von dem beeinflusst wird, was er tut oder erlebt.” Denn unter Wissenschaftlern ist man sich uneins, ob Charakterzüge hauptsächlich genetisch bedingt sind und sich entsprechend nur wenig verändern lassen, oder ob sie durch Erfahrungen geprägt werden.

“Die Untersuchung mit jungen Erwachsenen, die entweder Militärdienst oder Zivildienst leisteten, bot für uns eine ideale Gelegenheit, Effekte von Lebensbedingungen auf die Persönlichkeitsentwicklung zu untersuchen”, sagt der Studienleiter. Denn die Rekruten lassen sich in einem ähnlichen Lebensabschnitt auf mehr oder minder gleiche Lebensbedingungen und Tagesabläufe ein, die sich jedoch sehr von dem Tagesablauf von Zivildienstleistenden unterscheidet.

Die Studie fand vor der inzwischen erfolgten Abschaffung des Wehrdienstes statt. Um vorab zu prüfen, ob bestimmte Eigenschaften die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich jemand zum Wehrdienst meldet, befragten die Wissenschaftler männliche Schüler an circa 150 Gymnasien, und zwar bevor diese sich zwischen Wehrdienst und dem Zivildienst entscheiden mussten. Die Befragung erfolgte anhand des sogenannten Fünf-Faktoren-Modells nach Costa und McCrae: Den Probanden wurden Fragen zu fünf Persönlichkeitsmerkmalen gestellt, die als relativ dauerhaft, unabhängig voneinander und von kulturellen Unterschieden gelten – Extraversion, Verträglichkeit, Offenheit für neue Erfahrungen, emotionale Stabilität und Gewissenhaftigkeit.

Tatsächlich entpuppten sich junge Männer, die sich zugunsten des Wehrdiensts entschieden, als etwas weniger offen für neue Erfahrungen, dafür aber emotional stabiler und neigten weniger dazu, sich Sorgen zu machen, ergab die Auswertung. Und sie waren weniger verträglich, “also weniger warmherzig und kooperativ im Umgang mit anderen”, wie es die Sozialwissenschaftler formulieren. “Es ist also kein Zufall, wer Militärdienst leistet”, schlussfolgert Ulrich Trautwein.

Nachhaltige Veränderungen

Zwei Jahre später, also nach Abschluss des Wehr- oder Zivildienstes, befragten die Forscher die jungen Männer erneut. Es zeigte sich, dass beide Personengruppen im Mittel sozial verträglicher, gewissenhafter und weniger ängstlich geworden waren – eine für diese Altersgruppe typische Entwicklung. Allerdings stieg die Sozialverträglichkeit der ehemaligen Rekruten langsamer an als die der Zivildienstleistenden. Dieser Trend setzte sich noch mindestens vier weitere Jahre fort. Es handele sich also nicht nur um einen kurzzeitigen Effekt, sondern der Militärdienst habe langfristige Auswirkungen auf dieses Persönlichkeitsmerkmal, so Trautwein: “Es ist ein kleiner Unterschied, aber er ist durchaus bedeutsam.”

Dass die spürbaren Veränderungen des Charakters weniger dem Militärdienst geschuldet waren, sondern vielmehr mit den meist sozialen Tätigkeiten des Zivildienstes zusammenhingen, kann der Sozialwissenschaftler ausschließen: “Die ehemaligen Zivildienstleistenden erwiesen sich nicht verträglicher als Gleichaltrige, die gar keinen Dienst geleistet haben.”

Ob gut oder schlecht, ist nicht abzusehen

Welche langfristigen Auswirkungen der geringe, aber spürbare Unterschied auf das Leben ehemaliger Soldaten hat, können die Forscher noch nicht absehen. Was Freundschaften und Beziehungen betreffe, könne er negative Folgen haben, da sich das Konfliktpotenzial erhöhe. Auf der anderen Seite haben Menschen, die weniger kompromissbereit sind, oft bessere Aufstiegschancen im Beruf. Außerdem reagieren sie insgesamt schneller und aggressiver – eine Eigenschaft, die in Kampfsituationen, in denen es um Leben und Tod geht, von Vorteil sei, so die Wissenschaftler.

Mit der Abschaffung der Wehrpflicht wird es in Zukunft schwieriger, die Prägung durch den Militärdienst zu untersuchen. Denn mit dem Wegfall der bislang obligatorischen Frage “Wehr- oder Zivildienst” wird die Entscheidung für das Militär noch viel bewusster gefällt. “Studien gibt es dazu noch keine. Ich würde aber erwarten, dass sich dadurch wandelt, wer zum Militär geht. Und dies wiederum hat einen Effekt darauf, was man beim Militär erlebt. Damit dürften sich die Auswirkungen auf die Persönlichkeit eher verstärken”, mutmaßt Ulrich Trautwein.

Joshua Jackson (Washington University, St. Louis) et al. Psychological Science

 

DemographieAlle Diskussionen, die an dieser Stelle über die Entartung des ungedeckten Papiergeldsystems geführt wurden, vernachlässigen wegen ihrer Fixierung auf die sichtbare, also explizite Verschuldung (lat.: explicatus gleich deutlich, klar) den Humus, auf dem die Verderbnis gedeihen konnte: die verdeckte, also implizite Verschuldung. Diese ergibt sich aus der Höhe der künftigen staatlichen Zahlungsversprechen, also der Existenzgrundlage rund der Hälfte der Bevölkerung, nämlich der Aufwendungen für die Sozialsysteme sowie Renten- oder Pensionszahlungen.

Vor der kollektivistischen Euro-Transferunion belief sich die explizite Verschuldung der BRD GmbH auf ca. 2 Billionen, die implizite auf ca. 8 Billionen, die Gesamtverschuldung des steuerwertschöpfenden deutschen Volksviertels demnach auf 10 Billionen Euro. Das ergibt eine Zahlungsverpflichtung der effektiven 20 Millionen Nettosteuerzahler von rund einer halben Millionen Euro pro Kopf oder einer Millionen für eine Normalfamilie (Zahlen zur Verschuldung: „FAZ“, 4. Juni 2010, S. 12) Politiker wissen, dass es genügt, nur die explizite Billionen-Staatsverschuldung zu kommunizieren, denn die Masse kann kaum Millionen und Milliarden auseinanderhalten, weil jedes Maß verloren gegangen ist.

Würde man 10 Billionen Euromünzen in einer Reihe aneinanderlegen, am Ende einen Spiegel aufstellen und einen Laserstrahl in Richtung des Spiegels senden, müsste man 25,6 Minuten warten, bis man die Reflexion sähe. Es ist also eine astronomische Summe. Jetzt kommen mit den PIIGS-Bailouts noch internationale Verpflichtungen hinzu, welche gerade die Schranke zwischen impliziten und expliziten Schulden zu durchbrechen beginnen. Die „soziale Markwirtschaft“ (vulgo: demokratischer Sozialismus) hat aber wesentlich das kreditbasierte, implizite Raubsystem zur Grundlage, das explizite ungedeckte Papiergeldsystem ist der kleinere Posten.

Für den Nettosteuerzahler macht es keinen Unterschied, ob er zur Bedienung der einen oder anderen Schuldensorte herangezogen wird. Das Geld fehlt ihm in jedem Falle dinglich euroweise im Portemonnaie. Die Verdrängung der impliziten Schulden aus dem öffentlichen Diskurs ist ein Propagandaerfolg der linken Systemmedien. Das war vor ein paar Jahren noch anders, als das Thema Demographie, Familie und Kinderlosigkeit in der öffentlichen Debatte Raum griff und eingedämmt werden musste. Heute sind diese Themen marginalisiert. Die gegen Ehe und Familie gerichteten Rechtseingriffe der androgynen Genderilla im Parlament haben die Familie diskreditiert und ihren grundgesetzlichen Schutz ausgehöhlt. Damit ist die Zukunft abgeschnitten und es drängt sich der Verdacht auf, dass dahinter ein auf lange Sicht angelegter Plan steckt.

Das implizite Kreditsystem zulasten der Nachkommen wurde bereits mit der umlagefinanzierten Rente zum Zwecke der Wählerkorruption im Jahre 1953 eingeführt, mit der „solidarischen“ gesetzlichen Krankenversicherung erweitert und dann mit der Pflegeversicherung getoppt. Heute lebt die greise Volksdemokratie explizit und implizit auf überzogenen Kredit bei der nächsten Generation. Die sozialistischen Fehlanreize haben dazu geführt, dass Kinder gegenüber Haustieren ins Hintertreffen gerieten und die Altersvorsorge dem allumsorgenden, vormundschaftlichen Staat überlassen wurde. Den wenigen Kindern, welchen die ökonomische Unvernunft das Leben schenkte, wollen die Gerontokraten dennoch ihre Schulden – also ihre persönliche Altersversorgung – aufbürden. Ich kenne genügend Kinderlose, die wollen ums Verrecken nicht auf eigene Kosten aussterben, sondern bis zum Ende von den Kindern anderer Leute durchgepampert werden. Und das, obwohl sie ständig betonen, es gäbe ohnehin zu viele Menschen, weswegen sie zur Rettung der Welt das Aussterben auf sich genommen hätten.

Der Satz „In Zukunft müssen immer weniger Junge für immer mehr Alte aufkommen“ wird selbst von Leuten unreflektiert nachgeplappert, die sich zum unternehmerischen Mittelstand zählen, wie der Festredner der Studienabschlussveranstaltung meiner Tochter an der IHK Lübeck. Was hat ein solcher „Unternehmer“ für ein Verhältnis zum Eigentum, wenn er Sklaverei für selbstverständlich hält? Das herausstechende Merkmal der Sklaverei ist die Unentrinnbarkeit, Menschen also quasi als Eigentum anderer betrachtet werden, um Zugriff auf ihre Arbeitskraft zu erlangen, was sich im Wort „müssen“ manifestiert. Er hätte den jungen Leuten erklären sollen, wie „müssen“ gegen sie durchgesetzt werden soll. Die Frage wurde aber nicht gestellt, weil die Jugend offensichtlich keinerlei Interesse an einer Zukunft in Deutschland zu haben scheint. Der Umstand, dass immer mehr Hochqualifizierte Deutschland verlassen, macht Deutschland gerade zum Auswanderungsland. Das zahnlos sabbernde Gefasel, man solle die Altersversorgung der Babyboomer durch Zuwanderung sicherstellen, obwohl man noch nicht einmal in der Lage ist, die eigenen Kinder im Lande zu halten, ist ein sicheres Zeichen universaler Altersdemenz.

Diejenigen die glauben, die implizite Staatsverschuldung ignorieren zu können, verkennen völlig den tödlichen Einfluss der Demographie, nämlich den Umstand, dass heute nur halb so viele Schuldsklaven geboren werden wie vor 45 Jahren, welche aber in 20 Jahren die „wohlerworbenen Ansprüche“ der demokratischen Sklavenhalter erfüllen sollen.

Das bekommt man nur mit Mauer und Stacheldraht hin – und genau dem sozialistischen Regime, welches heute in Vorbereitung ist. Den zukunftsfressenden Fiskalterroristen gelingt es nicht einmal, keine Schulden zu machen, geschweige denn diese zurückzuzahlen. Das was an Verbindlichkeiten angehäuft wurde, trifft zunehmend auf sozialstaatlich Leistungsbehinderte, welche einer Industrienation nicht aufhelfen können, selbst wenn sie wollten und deren beste Vertreter deshalb das Weite suchen.

Die katastrophale Demographie infolge der räuberischen Umverteilung in einer strukturkriminellen Werteordnung ist der Kern der gegenwärtigen Schuldenkrise, denn die Vergreisung kann das Schuldendesaster nur zu einem bitteren Ende führen.

Manche halten die Rückkehr zum durch was auch immer gedeckten Marktgeld für den Ausweg aus der Ausweglosigkeit. Doch nie wird thematisiert, dass parlamentarischer Demokratismus und Schulden sich existenziell bedingen. Mit dem Systembankrott fällt alles über den Haufen, was der gelernte Bundesbürger für die natürliche Ordnung hält. Er wird umlernen müssen.

James Graf von Moltke, Kopf des Kreisauer Kreises, schrieb im Oktober 1940: „Es ist der Sinn des Staates, Menschen die Freiheit zu verschaffen, die es ihnen ermöglicht, die natürliche Ordnung zu erkennen und zu ihrer Verwirklichung beizutragen.“ Wir erleben gerade den natürlichen Untergang einer unnatürlichen Ordnung.

 

Der erste strategische Fehler war dass die Ärzte das Verrechnungsrecht aus der Hand gegeben haben. Dadurch haben sie den Patienten aus der Qualitätskontrolle der Behandlung ausgeschaltet. Wer zahlt schafft an und das ist die Kasse und nicht mehr der Patient.

Der zweite Fehler wird sein, dass sie ELGA zulassen wird. Das wird dazu führen, dass der Patient sich noch weiter von seiner Krankengeschichte entfernt. Die künftig häufigste anamnestische Antwort wird sein: “Herr Doktor, das steht eh in der ELGA”

Der Patient wird sich noch mehr erwarten ein fertiges Produkt abzuholen und noch weniger mitzuarbeiten und mitzudenken.

Die Ärzte werden sich auf die ELGA verlassen und unkontrolliert darauf vertrauen was drin steht. Weil ab dann wird es noch mehr verpönt sein Befunde zu kontrollieren und Diagnosen in Frage zu stellen.

Das System wird noch weiter erstarren und noch teurer werden.

Good nigth and good luck…

P.S.: Ich bin für neue Gedanken dazu jederzeit zu erreichen. +43 (660) MEDIZIN

 

Deutschland in Europa

(George Friedman) – The German government proposed last week that a European commissioner be appointed to supplant the Greek government. While phrasing the German proposal this way might seem extreme, it is not unreasonable. Under the German proposal, this commissioner would hold power over the Greek national budget and taxation. Since the European Central Bank already controls the Greek currency, the euro, this would effectively transfer control of the Greek government to the European Union, since whoever controls a country’s government expenditures, tax rates and monetary policy effectively controls that country. The German proposal therefore would suspend Greek sovereignty and the democratic process as the price of financial aid to Greece.

Though the European Commission rejected the proposal, the concept is far from dead, as it flows directly from the logic of the situation. The Greeks are in the midst of a financial crisis that has made Greece unable to repay money Athens borrowed. Their options are to default on the debt or to negotiate a settlement with their creditors. The International Monetary Fund and European Union are managing these negotiations.

Any settlement will have three parts. The first is an agreement by creditors to forego repayment on part of the debt. The second is financial help from the IMF and the European Union to help pay back the remaining debt. The third is an agreement by the Greek government to curtail government spending and increase taxes so that it can avoid future sovereign debt crises and repay at least part of the debt.

Bankruptcy and the Nation State

The Germans don’t trust the Greeks to keep any bargain, which is not unreasonable given that the Greeks haven’t been willing to enforce past agreements. Given this lack of trust, Germany proposed suspending Greek sovereignty by transferring it to a European receiver. This would be a fairly normal process if Greece were a corporation or an individual. In such cases, someone is appointed after bankruptcy or debt restructuring to ensure that a corporation or individual will behave prudently in future.

A nation state is different. It rests on two assumptions. The first is that the nation represents a uniquely legitimate community whose members share a range of interests and values. The second is that the state arises in some way from the popular will and that only that popular will has the right to determine the state’s actions. There is no question that for Europe, the principle of national self-determination is a fundamental moral value. There is no question that Greece is a nation and that its government, according to this principle, is representative of and responsible to the Greek people.

The Germans thus are proposing that Greece, a sovereign country, transfer its right to national self-determination to an overseer. The Germans argue that given the failure of the Greek state, and by extension the Greek public, creditors have the power and moral right to suspend the principle of national self-determination. Given that this argument is being made in Europe, this is a profoundly radical concept. It is important to understand how we got here.

Germany’s Part in the Debt Crisis

There were two causes. The first was that Greek democracy, like many democracies, demands benefits for the people from the state, and politicians wishing to be elected must grant these benefits. There is accordingly an inherent pressure on the system to spend excessively. The second cause relates to Germany’s status as the world’s second-largest exporter. About 40 percent of German gross domestic product comes from exports, much of them to the European Union. For all their discussion of fiscal prudence and care, the Germans have an interest in facilitating consumption and demand for their exports across Europe. Without these exports, Germany would plunge into depression.

Therefore, the Germans have used the institutions and practices of the European Union to maintain demand for their products. Through the currency union, Germany has enabled other eurozone states to access credit at rates their economies didn’t merit in their own right. In this sense, Germany encouraged demand for its exports by facilitating irresponsible lending practices across Europe. The degree to which German actions encouraged such imprudent practices — since German industrial production vastly outstrips its domestic market, making sustained consumption in markets outside Germany critical to German economic prosperity — is not fully realized.

True austerity within the European Union would have been disastrous for the German economy, since declines in consumption would have come at the expense of German exports. While demand from Greece is only a small portion of these exports, Greece is part of the larger system — and the proper functioning of that system is very much in Germany’s strategic interests. The Germans claim the Greeks deceived their creditors and the European Union. A more comprehensive explanation would include the fact that the Germans willingly turned a blind eye. Though Greece is an extreme case, Germany’s overall interest has been to maintain European demand — and thus avoid prudent austerity — as long as possible.

Germany certainly was complicit in the lending practices that led to Greece’s predicament. It is possible that the Greeks kept the whole truth about the Greek economy from their creditors, but even so, the German demand for suspension of Greek national self-determination is particularly striking.

In a sense, the German proposal merely makes very public what has always been the reality. For Greece to have its debt restructured, it must impose significant austerity measures, which Athens has agreed to. The Germans now want a commissioner appointed to ensure the Greek government fulfills its promise. In the process, the debt crisis will profoundly circumscribe Greek democracy by transferring fundamental elements of Greek sovereignty into the hands of commissioners whose primary interest is the repayment of debt, not Greek national interests.

The Judgment of Athens

The Greeks have two choices. First, they can accept responsibility for the debts on the terms negotiated and accede to the constraints on their budget and tax discretion whether imposed by a commissioner or by a less formal structure. Second, they can default on all debts. As we have learned from corporate behavior, bankruptcy has become a respectable strategic option. Therefore, the Greeks must consider the consequences of simply defaulting.

Default might see them frozen out of world financial markets. But even if they don’t default, they will be present in those markets only under the most constrained circumstances, and to the primary benefit of creditors at that. Moreover, as many corporations have found, borrowing becomes more attractive after default, as it clears the way to new post-default debt. It is not clear that no one would lend to Greece after a default. In fact, Greece has defaulted on its debt several times and managed to regain access to international lending.

More significantly, defaulting would allow Greece to avoid fueling its internal political crisis by forfeiting its national sovereignty. Much of the political crisis inside of Greece stems from the Greek public’s antipathy to austerity. But another part, which would come to the fore under the German proposal, is that the Greeks do not want to lose national sovereignty. In their long history, the Greeks have lost their sovereignty to invaders such as the Romans, the Ottomans and, most recently, the Nazis. The brutal German occupation still lives in Greek memories. The concept of national self-determination is thus not an abstract concept to the Greeks. Its loss plus austerity imposed by foreign powers would create a domestic crisis in which the Greek state would be seen as an economic and political enemy of Greek national interests along with the commissioner or some other mechanism. The political result could be explosive.

It is unclear if the Greeks will opt not to default. The certain price of default — being forced to use their national currency instead of the euro — actually would increase national sovereignty. There will be economic pain if the Greeks continue with the euro, and there will be economic pain if the Greeks leave the euro; the political consequences of losing sovereignty in the face of such pain could easily be overwhelming. Default, while painful to Greece, might well be less painful than the alternative.

The German Dilemma

The Germans are caught in a dilemma. On the one hand, Germany is the last country in Europe that could afford general austerity in troubled states and the resulting decline in demand. On the other hand, it cannot simply tolerate Greek-style indifference to fiscal prudence. Germany must have a structured solution that to some degree maintains demand in countries such as Spain or Italy; Germans must show there are consequences to not complying with the orderly handling of debt without default. Above all, the Germans must preserve the European Union so they can enjoy a European free-trade zone. There is thus an inherent tension between preserving the system and imposing discipline.

Germany has decided to make an example of the Greeks. The German public largely has bought into Berlin’s narrative of Greek duplicity and German innocence. German Chancellor Angela Merkel has needed to frame the discussion this way, and she has succeeded. The degree to which the German public is aware of the complexities or the consequences of a generalized austerity for Germany is less clear. Merkel must now satisfy a German public that questions bailouts and sees Greece as simply irresponsible. Capitulation from Greece is necessary for her as a matter of domestic politics.

The German move into questions of sovereignty has raised the stakes in the debt crisis dramatically. Even if the Germans simply back off this demand, the Greek public has been reminded that Greek democracy is effectively at stake. While Greece may have borrowed irresponsibly, if the price of that behavior is yielding sovereignty to an unelected commissioner, that price not only would challenge Greek principles, it would bring Europe to a new crisis.

That crisis would be political, as the ongoing crisis always has been. In the new crisis, sovereign debt issues turn into threats to national independence and sovereignty. If you owe too much money and your creditors distrust you, you lose the right to national-self determination on the most important matters. Given that Germany was the historic nightmare for most of Europe, and it is Germany that is pushing this doctrine, the outcome could well be explosive. It could also be the opposite of what Germany needs.

Germany must have a free-trade zone in Europe. Germany also needs robust demand in Europe. Germany also wants prudence in borrowing practices. And Germany must not see a return to the anti-German feeling of previous epochs. Those are several needs, and some of them are mutually exclusive. In one way, the issue is Greece. But more and more, it is the Germans that are the question mark. How far are they willing to go, and do they fully understand their national interests? Increasingly, this crisis is ceasing to be a Greek or Italian crisis. It is a crisis of the role Germany will play in Europe in the future. The Germans hold many cards, and that’s their problem: With so many options, they must make hard decisions — and that does not come easily for postwar Germany.

 

Windraeder auf la PalmaÖsterreich leistet sich ein eigenartiges Schauspiel. Einer der Eckpfeiler der EU-Wirtschaftspolitik, die Liberalisierung des Strommarktes, soll bei uns nicht mehr gelten. Auch wenn Politiker und Interessenverbände vordergründig ein “atomstromfreies ” Österreich wünschen, das kann und wird es so nicht spielen. Schon gar nicht, wenn Österreich dabei den Alleingang probt. Gegen eine Stromkennzeichnung ist nichts einzuwenden, den grenzüberschreitenden Stromhandel wird man aber nicht beschränken können. Brüssel hat dazu auch bereits eindeutig Stellung genommen.

Grüner Strom soll in Österreich aus der Steckdose fliessen. Eine Mogelpackung. Damit dies auf dem Papier möglich ist, wird einfach umetikettiert, der Strom wird so reingewaschen. Die EVUs wollen gut dastehen und Umweltbewußtsein zeigen. Da es aber nach wie vor grauen Strom gibt, gibt es Zweitfirmen, die dann mit dem “schmutzigen” Strom handeln. Die Reinheitszertifikate werden an den Meistbietenden verkauft, für manche Konzerne ein nettes Zubrot.

Nun liegen die Fakten endgültig auf dem Tisch, Österreichs Kiotoverpflichtungen können nicht eingehalten werden. Keine wirkliche Tragik, wir können ja billige Verschmutzungsrechte zukaufen. Der Unsinn der noch immer verbreitet wird, dass es Strafzahlungen in Milliardenhöhe geben wird, ist nicht auszurotten. Wir werden insgesamt Verschmutzungsrechte in Höhe von 75 Millionen t zukaufen, was uns in Summe nicht einmal 600 Millionen Euro kosten wird. Rund die Hälfte dieser 75 Millionen t ist auf den Tanktourismus zurückzuführen, der mit einer Erhöhung der Mineralölsteuer mit einem Schlag hätte weggebracht werden können. Eine Horrorvorstellung für die Finanzministerin, denn die ausländischen Autofahrer spülen in der fünfjährigen Kiotoperiode rund 4 Milliarden an Steuereinnahmen zusätzlich in die heimische Finanzkasse.

Niemand bestreitet, dass in erneuerbaren Strom investiert werden soll, auch wenn die Kosten dafür ziemlich hoch sind. Dass der Wunsch oft mit der Wirklichkeit nicht zusammenhängt zeigen die geplanten deutschen Offshore-Windparks. Es fehlt an Geld, an Garantien und an Leitungen. 10.000 Windräder sollen sich drehen, derzeit sind es gerade einmal 27.

 

Co2 EmissionenDer CO2-Anteil der Erdatmosphäre beträgt 384 ppm (parts per million), also ~0,4 Promille. Davon stammen 4%, ein Fünfundzwanzigstel, von menschlichen Tätigkeiten, sind also anthropogen: Industrie, Transport, Landwirtschaft, Viehzucht, fossile Treib- und Brennstoffe. Der CO2-Löwenanteil ist vom Menschen unbeeinflussbar und beruht primär auf der natürlichen Verdunstung der Meere und anderer Gewässer. Es handelt sich dabei um langjährige Messergebnisse und Erkenntnisse, die auch vom IPCC ständig zitiert werden. (In weit vorindustriellen Epochen enthielt die Erdatmosphäre häufig 20mal so viel CO2.)

Hauptverantwortlich für Erwärmung und Abkühlung der Erde und ihres Klimas sind aber die Zyklen der Sonnenaktivität; der simple Trick der Klimahysterie-Profiteure bestand darin, letztere auszuklammern und den Lercherlschaß (ich wiederhole: ein 25stel von 0,4 Promille!) des anthropogenen CO2-Beitrags zur Ursache der leichten Erwärmung der zwei Dekaden von 1979 – 1999 hochzulügen und mittels Computersimulationen — deren Basisdaten und Algorithmen unter Verschluss gehalten wurden — als logarithmisch ansteigend zu publizieren. (Siehe die Schummelei mit Prof. Manns “Hockeystick”-Kurve und die entlarvenden eMails der konspirierenden Wissenschaftler.)

Letztere bezogen Milliarden an Subventionen; denn auch alle Regierungen der Welt sind dankbar, wenn sie den Steuerzahler “für einen guten Zweck” schröpfen können, denn dann zahlt er weniger murrend. Es war eine herrliche Zeit für Glücksritter wie Al Gore und IPCC-CVhef Pachauri, für findige Spekulanten mit CO2-Zertifikaten, für handaufhaltende Journalisten … Selbst Greenpeace- und andere NGO-Aktivisten, die nie eine Uni von innen gesehen hatten, galten nun als Klimatologen, wurden von IPCC, UNO, Regierungsberatern und Edelmedien als seriöse Forscher zitiert.

Staatliche Forschungsgelder flossen (und fließen) reichlich an weltweit Zehntausende von Chemikern, Physikern, Meteorologen etc., die nun einen sicheren akademischen Arbeitsplatz hatten — und diesen mit knackigen Parolen wie “The science is settled” gegen jeden andersdenkenden Forscher abschotteten. (Eine ausgesprochen freche Behauptung: Jeder Naturwissenschaftler weiß, dass Forschung nie abgeschlossen ist.)

So weit, so gut. Oder schlecht: Denn jeder Uni-Professor, der zu konträren klimatologischen Theorien oder Ergebnissen gelangte und diese zu veröffentlichten wagte, wurde von den Schwadronen der vom Klima-Hype Wohlgenährten mundtot oder brotlos gemacht, oft beides. — Näheres in dem Link am Ende.

Nun aber haben die selbsternannten Weltretter ein Problem, das sie nicht mehr schönreden können. Seit 12 Jahren stagniert die Erwärmung, es wird sogar kühler, und das wird Jahrzehnte so bleiben; denn Mutter Sonne folgt unbeirrbar ihrem Milliarden Jahre alten Rhythmus, der auf Erden zu Eiszeiten und Warmperioden führt. (Die Insel Grönland heißt nicht zufällig so; die Römer in ihren mediterranen Klamotten hätten die Britischen Inseln niemals erobern können, wenn’s dort nicht so warm gewesen wäre wie daheim; außerdem hatten die Briten damals einen florierenden Weinbau.)

Zurück: Nun wagen sich erste hochkarätige Wissenschaftler, die bislang geschwiegen haben, aus der Deckung. Sie fürchten keinen Verlust ihrer Jobs mehr, da sowohl messbare Daten als auch abermals geleakte eMails der Klima-Hypnotiseure das Gegenteil des prognostizierten Weltuntergangs beweisen. (Auch als populistisches Argument taugt die Hysterie nicht mehr: Man beachte die Kehrtwendungen ehemaliger Klima-Apostel wie Obama, David Cameron, der australischen und — noch zögernd, da man ja ein gewaltiges Bockshorn eingestehen müsste — der bundesdeutschen Regierung.)

Wer sich weiter informieren mag, wie ein gewaltiger Betrug (dessen Ausmaße ich nur skizziert habe) sich seinem Ende nähert, der lese hier.

Dort führt auch ein Link zum vollständigen offenen Brief dieser echten Wissenschaftler, wie er im Wall Street Journal veröffentlicht wurde.

 

Nazi-Kommunist

Der Nationalsozialismus wäre rechts. Gut wären die Parteien der Mitte.

Wenn der Nationalsozialismus rechts und der Internationalsozialismus links wäre, wo wäre dann die Mitte? Die Mitte zwischen National- und Internationalsozialismus wäre dann jedenfalls wieder eine Art von Sozialismus. Leider wird dieser Unsinn heute so rezipiert, sodaß auch die “bürgerlichen” Parteien “der Mitte” tatsächlich sozialistische Ideologie vertreten.

Demgegenüber hat der Nationalsozialismus von sich selbst behauptet, eine linke Ideologie zu sein. Das läßt sich sowohl historisch als auch durch die vielen Parallelen zwischen Nationalsozialismus Kommunismus nachweisen.

Mit der heute üblichen und unsinnigen Unterscheidung zwischen rechts und links wird ein bedeutender Unterschied zwischen zwei an sich unbedeutenden Nebensächlichkeiten konstruiert und in den Vordergrund gerückt, der von den wahren und tiefgreifenden Unterschieden ablenken soll: auf der einen Seite die Biologie, das Nationale, auf der anderen Seite die Soziologie, die Besitzenden. Sie haben aber mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede: in beiden Ideologien gibt es eine Gruppe böser Menschen, denen das Existenzrecht abgesprochen wird und die der Verfolgung preisgegeben wird. Beide Ideologien sind totalitär und lassen nichts neben sich gewähren. Ein Volk, ein Reich, ein Führer (1-1-1), von Volkswagen bis zur Volksdemokratie, den Volksgerichtshöfen, von den drei große Gs (Gouillotine, Gulag, Genickschuß) zu den KZs. Hat mit der Gouillotine die industrielle Tötung der Feinde der Revolution begonnen, so hat sich diese Ideologie über den Golodomor und die Schoa fortgesetzt. Abhören, Überwachung, Gesinnungsstrafbarkeit etc. Gnadenlsoe Vernichtung von allem, was einem im Wege steht.

Dem steht ein konservativ freiheitliches Konzept gegenüber, in dem auch der andere geachtet wird. Das ist wirklich ein fundamental anderes Konzept: Pluralismus, Heimatliebe, Respekt, viele Völker, viele Sprachen, Achtung der Familien etc. Dieses Konzept geht heute freilich in dem zeitgeistigen links-rechts-Getöse fast völlig unter. Es gibt kaum mehr Parteien, die auf dieser Basis stehen. Das allerdings wäre das wahre, rechte Konzept. Das wäre ein wahrer Gegensatz zum linken Konzept.

Austrofaschismus

Hier steckt die Faschismuskeule im Begriff. Es geht wieder um die Vernichtung des Konkurrenten. National- und Internationalsozialismus sind nämlich keine Gegner, sondern Konkurrenten, denn in den wesentlichen Punkten verfolgen sie das gleiche Ziel. Das Zeigen auch die vielen Parallelen: Viele Jahre Kooperation zwischen Hitler und Stalin, Anschlußideologie Renners etc. Der heute vielfach verwendete Begriff “Faschismus” ist einzig ein linker, kommunistischer Kampfbegriff, um alles in einen Topf zu werfen und zu diffamieren, was nicht dem eigenen Nutzen dient. Im Sinne der Wahrheit wäre es nach so vielen Jahrzehnten höchst an der Zeit, diesen Begriff wieder dort zu lassen, wo er herkommt: in Italien.

Belassen wir doch für Österreich der 30er-Jahre den korrekten Begriff “Ständestaat”. Mit dem faschistischen Italien hat der Ständestaat nämlich nur wenig zu tun gehabt. Die Annäherung an Mussolini war keine ideologische, sondern eine aus der Not der Bedrohung durch den Nationalsozialismus erzwungene.

 

(Stratfor) – UprisingWednesday marked the first anniversary of the first day of public unrest in Egypt, which led to former Egyptian President Hosni Mubarak’s ouster 18 days later. A little before Mubarak was toppled, Tunisian autocrat Zine El Abidine Ben Ali, having lost support of the military, fled his country in the wake of mass unrest. The unrest that began in North Africa quickly spread eastward toward the Levant and the Arabian Peninsula; what has been termed the “Arab Spring” has manifested itself differently in different national contexts.

Stratfor’s position from very early on was that the events sweeping the Middle East did not constitute a chain of revolutions. More importantly, the toppling of Ben Ali and Mubarak did not in either case amount to regime change — and the changes that transpired have not led to democracy, nor will they for some time. A year after the Arab unrest broke out, it is important to step back and take stock of what has happened — and of what has not.

The unrest began in Tunisia. An interim government replaced Ben Ali, and elections took place last October. The country’s Islamist Ennahda movement won the legislative polls, securing 90 out of 217 seats, and proceeded to form a coalition government with the secular parties that won the second and third-highest number of parliamentary seats. Parliament has a year to draft a new charter for the country.

In Egypt, Mubarak handed power over to a military junta. This event meant that the country’s armed forces had to move from ruling from behind the scenes to direct governance (albeit through an interim civilian Cabinet). One year after the unrest began, protests continue. The most important recent event, though, saw two different Islamist movements claim three-quarters of parliamentary seats in elections. Crucial next steps include the formation of a government led by Islamists and the crafting of a new constitution. We will also watch the extent to which military leaders will hand over power to a civilian government.

Libyan leader Moammar Gadhafi became the third Arab leader to fall from power, and he lost his life in the process. Shortly after the fall of Mubarak, unrest broke out in Libya. This situation quickly turned into a civil war pitting the regime against armed rebels. In August, the Gadhafi regime fell after rebel forces — aided by NATO air, intelligence and special forces support — took over the capital of Tripoli. Two months later, rebel forces captured the Libyan dictator and killed him. Since then, the very forces that united to battle the old regime have increasingly begun fighting each other and challenging the caretaker government.

Events in Libya have been dramatic, but those in the Arab Persian Gulf island kingdom of Bahrain are far more geopolitically significant. Given the fact that a Sunni monarchy is faced with a public uprising led by the country’s Shia majority — whose political principals are Islamist movements that Iran can exploit — the outcome of Bahraini unrest is exceedingly critical internationally. This importance is why Saudi Arabia deployed its forces (along with those of other Gulf Cooperation Council countries) to Bahrain in March 2011, less than a month after the unrest began, and eventually contained the uprising. Shia unrest has picked up again in Bahrain in recent weeks, however, as well as in the nearby Qatif region of Saudi Arabia.

Bahrain is not the only place where the Saudis have had to deal with unrest. In Yemen, protests erupted against President Ali Abdullah Saleh. Shortly thereafter, key divisions within the Yemeni armed forces took up arms against the Saleh regime. The president survived an assassination attempt in which he was badly wounded, but he was also able to block moves by both political and armed opponents to oust his regime. He is expected to step down as part of a Saudi-brokered deal, but only after ensuring that the regime he presided over will largely remain intact — with his faction maintaining its stake in the Yemeni state.

A completely unique scenario has played out in Syria, where the regime of President Bashar al Assad — aided by Iran and employing a massive crackdown involving the alleged killing of some 5,000 protesters — has weathered a nine-month-old uprising. That said, the regime has not been able to quell the agitation and has begun to face a slowly growing level of armed resistance. However, because of the weakness of the opposition and the unwillingness of outside powers to intervene (despite their desire to weaken Iran), the Syrian regime doesn’t appear likely to fall anytime soon.

What we have seen is unrest that has been limited to a number of countries within the Arab world – and the nature of the unrest has varied with each regime. In fact, the monarchies of the region (save Bahrain) have not seen the kind of uprisings experienced by authoritarian republics. Even in the case of the latter, only Tunisia and Egypt saw quick ousters of incumbent rulers — but no regime change. Libya saw full-scale warfare and regime collapse, while Yemen is seeing its leader exit power through a negotiated deal. In Syria, the regime has survived despite nearly a year of unrest.

Clearly, in none of these cases has the expectation of democratic regime change been achieved. Where there have been elections, political Islamists have emerged as the winners, but they still have a long way to go to achieve some semblance of empowerment. The Arab unrest has indeed begun to unravel the old political orders in the Arab world — but new ones are unlikely to be erected anytime soon, especially since another key dynamic – the rise of Iran and geosectarianism — is complicating the Arab unrest.

 

Der UntertanAls Österreicher oder Subjekt (lat. subicere “unterwerfen, unterordnen”) wurde vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert eine Person bezeichnet, die der Herrschaft eines anderen unterworfen ist. Österreicher waren nicht in vollem Umfang persönlich frei. Das Verhältnis zwischen dem Österreicher und seiner Obrigkeit war rechtlich geregelt und konnte sich sehr unterschiedlich gestalten: von eher symbolischer Unterordnung über Knechtschaft bis hin zur Leibeigenschaft. Der Philosoph Hegel bestimmt das soziale Verhältnis des Österreichers als die mittlere zivilisatorische Stufe von Maßnahmen zum Ausgleich unvereinbarer Interessensunterschiede, welche zwischen dem aggressiven Zweikampf und dem Schluss eines bindenden Vertrages anzusiedeln ist.

Im Mittelalter waren die meisten Bauern Leibeigene eines Grundherren. Aber auch Freie, z. B. Adlige, die zum Teil selbst über Österreicher geboten, waren in ihrer Beziehung zum Landesherren oder zum König per Definition Österreicher. Die Rechte der Obrigkeit waren ihm gegenüber jedoch eingeschränkt. Im Römisch-Deutschen Reich wurde das Verhältnis zwischen Obrigkeit und Österreicher seit der Frühen Neuzeit immer mehr verrechtlicht. So konnten sich Österreicher in Deutschland im Rahmen eines Österreicherprozesses an eines der Reichsgerichte wenden und gegen Willkürakte ihres Landesherrn klagen.

Als sich in der Zeit des Absolutismus die moderne Staatsgewalt herausbildete, bezeichnete man die Staatsangehörigen, welche einem mit legitimen Mitteln nicht absetzbaren Regime (einer Monarchie) unterworfen waren, als Österreicher. In diesem Sinne steht der Untertan im Gegensatz zum freien Bürger einer Republik. Die Briten bezeichnen sich zum Teil noch heute als Österreicher ihrer Majestät. In den Niederlanden wird zwar meist der Ausdruck “burger” verwendet, ein EU-Bürger aber heißt offiziell EU-onderdaan. Der Begriff des Subjekts wandelt sich nach der französischen Revolution vom Österreicher zum freien Bürger.

Aber eben nicht in Österreich.

 

Stalin(Andreas Unterberger) – Eine pluralistisch-rechtsstaatliche Demokratie muss ein zentrales Prinzip haben: Toleranz. Wer nicht andere gefährdet oder bedroht, muss in einer solchen Demokratie ein gleichberechtigtes Existenzrecht haben. Egal ob er den anderen gefällt oder nicht. Dieses Prinzip wird bei uns immer öfter durchbrochen. Ein markantes Beispiel dafür sind die Vorgänge rund um den in dieser Woche stattfindenden WKR-Ball.

Dieser Ball der Wiener Korporationen wird nach ungestörten Jahrzehnten seit einigen Jahren durch gewalttätige Demonstrationen grüner, roter und anarchistischer Gruppen bedroht. Was alljährlich breitgefächerte und teure Polizeiaktionen notwendig macht. Schon die Aggressivität dieser Demonstrationen zeigt ein bedenklich geringes Toleranz-Niveau von zwei heimischen Parlamentsparteien.

Der Ball darf aber ab nächstem Jahr überhaupt nicht mehr stattfinden. Zumindest nicht mehr in der Wiener Hofburg. Damit hat die Straße über Recht und Toleranz gesiegt. Was ein extrem bedenkliches Zeichen für den Zustand dieses Landes ist.

Die Entscheidung für diese Absage haben aber letztlich gar nicht die anonyme Straße und die dortigen Steinewerfer oder Brandstifter zu verantworten. Die Verantwortung liegt auch nicht bei der Geschäftsführung des Ball- und Konferenzzentrums, die sogar ausdrücklich für die weitere Durchführung des Balles ist, sondern bei deren Eigentümern, einer Anhäufung österreichischer Feigheit und landesüblichen Anpasslertums: Die Casinos Austria an der Spitze (ein parteipolitisch geschützter Privilegienbetrieb), das Verkehrsbüro, Ruefa und die Hotelketten Intercontinental, Sacher, Schick und Austria. Dass aus dem Hotel Sacher überdies noch persönliche Protestschreiben einer Linksaußen-Journalistin zur Veröffentlichung zugespielt worden sind, rundet nur das Bild ab.

Um nicht missverstanden zu werden: Ich war nie auf jenem Ball und habe bis heute nicht verstanden, warum sich „schlagende“ Studenten (also die Träger des Balls) freiwillig Gesicht und Oberkörper beim sogenannten Mensurenfechten verunstalten lassen. Nur: Sie tun das freiwillig. Und ich habe seit Jahren nicht das geringste Indiz von Gewalttätigkeiten gesehen, die von diesen Gruppen gegen Dritte ausgingen. Oder von Aufrufen zu Gewalt oder ähnlichem.

Der einzig konkrete Vorwurf, den ich irgendwo fand, ist das Zusammenfallen des seit Jahren durch den Wochentag fixierte Balltermins mit einem Gedenktermin zur Erinnerung an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Wer aus diesem terminlichen Zusammenfallen eine von langer Hand vorbereitete antisemitische Provokation ableiten will, der muss freilich schon eine heftige genetische Veranlagung zu Verschwörungstheorien haben. Etwas, was man bisher primär am Rechtsaußen-Rand der politischen Arena daheim wähnte.

Wie ungefährlich der WKR-Ball in Wahrheit ist, zeigt die Tatsache, dass er bisher zusammen mit anderen Wiener Nobelbällen unkritisiert zum Unesco-Weltkulturerbe erhoben worden war. Hauptverantwortlich für diese Unesco-Liste ist eine langjährige sozialistische Spitzendiplomatin, die auch im Kabinett eines gewissen Franz Vranitzky eine Schlüsselfunktion gehabt hatte. Jetzt stottert sie herum, dass sie da etwas übersehen haben müsse.

Dennoch wird mit dem feigen Nachgeben gegen die Jäger des WKR-Balls keineswegs für Ruhe gesorgt. Denn die Linke bereitet sich schon zum Sturm auf die nächste bürgerliche Gruppe vor: Im linken Untergrund kursieren Aufrufe zum Sturm gegen den CV-Ball in Linz. Und bei der letzten Wiener ÖH-Wahl ist auf dem Geschichts-Institut ein Aufruf zur Vertreibung aller bürgerlichen Studenten und Professoren verteilt worden.

Wer den Anfängen nicht wehrt, der wird am Schluss selber zum Opfer des Mobs. Das haben wir ja im vorigen Jahrhundert in Europa schon mehrfach gesehen.

Viele glauben, dass diese gefährlichen Anfänge ohnedies immer nur „bloß die anderen“ treffen. Bis diese Anfänge dann aber immer mehr „andere“ treffen. Dann werden halt eines Tages die Fleischhauer nicht mehr tanzen dürfen, weil es demonstrierenden Tierschützern nicht gefällt. Oder ein Pfarrkränzchen wird bekämpft, weil das ja die Schuldigen an den Kreuzzügen seien. Und jedenfalls sind die pluralistische Demokratie und der Rechtsstaat die ersten Opfer, wenn die opportunistische Feigheit erste Bürgerpflicht geworden ist.

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